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JEF Ruhrgebiet

News

Hier findest du die gesamten News der JEF Bochum/Dortmund. Von der Gründung als JEF Ruhrgebiet bis heute sind hier alle Berichte zu unseren Veranstaltungen, Projekten und Events zusammenfasst: Länderabende, Podiumsdiskussionen, Straßenaktionen, Planspiele und vieles mehr. Kurz: hier findest du alle News mit und von der JEF Bochum/Dortmund.

Ukraine - Zwischen Tradition und Krise

Länderabend

Ukraine - Zwischen Tradition und Krise

(22.03.2015) Der vierte Länderabend der JEF Ruhrgebiet drehte sich um die Ukraine. Aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage und einiger Klischees in den Köpfen vieler Mitteleuropäer bot dieses Land eine Grundlage für viele anregende Diskussionen.

Am 17.03.2015 fand der vierte Länderabend der JEF Ruhrgebiet statt und diesmal kam die Ukraine dran. Nachdem der Länderabendbeauftragte Peter alle begrüßt hatte, begann die Ukrainerin Irina, ihr Heimatland vorzustellen.

Innerhalb von eineinhalb Stunden wurde nur über die Ukraine gesprochen. Als die Grundlagen über das Land vorgestellt wurden, wurde das Publikum immer wieder überrascht. Sollte die Ukraine der Europäischen Union jetzt beitreten, wäre sie der Fläche nach ihr größter Mitgliedsstaat. Es ist jedoch anzumerken, dass in der Ukraine nur ungefähr halb so viele Menschen wie in Deutschland leben und die Zahl sinkt schnell.

Nachdem die kyrillische Schrift anhand der Präsentation klarer gemacht wurde, wurden einige Wörter zum Tourismus und zu den typischen Traditionen gesagt. Die Ukraine hat viele Sehenswürdigkeiten, von denen manche zum Weltkulturerbe gehören. Die ukrainischen Traditionen ähneln denen in anderen slawischen Ländern. Das Publikum faszinierte besonders die gefärbten, oft mit Motiven bemalten oder verzierten Ostereier, die die ukrainischen Frauen mehrere Tage vor Ostern vorbereiten. Weiter folgten auch Fakten, die das Land aus einer anderen Seite zeigten, als über die man in der Zeitung in der letzten Zeit lesen konnte, was für eine gute Stimmung im Raum sorgte.

Bei vielen Zuhörern wurden Interessen geweckt, wenn über das Leben der einfachen Leute gesprochen wurde. Die Ukraine befand sich längere Zeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Auch trotz der niedrigen Preise konnten sich viele Leute kein Obst und Gemüse im Winter leisten. Das ist auch der Grund, warum man alles Mögliche, von Apfel bis Tomate, vor dem Winter einlegte. Am Ende der Präsentation kam die aktuelle Krise und die Chancen der Ukraine, ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union zu werden, zur Sprache. Laut Referentin beschäftigen sich viele Leute in der Ukraine nicht mit Politik und der Europäischen Union. Die Menschen müssen sich oft mehr mit ihrer privaten finanziellen Lage beschäftigen, weil es ihr alltägliches Leben betrifft.

Aus dem Publikum wurden viele Fragen gestellt. Eine von diesen, ob die Ukraine bereit wäre auf die Krisengebiete zu verzichten, traf auf großen Widerspruch. Danach fand unter den Teilnehmern eine lebhafte Diskussion statt, die in sich auch eine symbolische Bedeutung hatte. Wenn die Ursache des Konflikts nur eine Landverbindung zur Krim wäre, wäre es nicht besser eine Brücke zu bauen als einen Krieg zu führen?

Zum Schluss bedankte sich Peter bei der Referentin und beim Publikum und lud alle zum nächsten Länderabend ein. Dabei werden wir zunächst im Osten bleiben, denn am 21.04.2015 wird Russland vorgestellt.

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Text von: Peter Čech
Foto/Bild von: Markus Thürmann
Veröffentlicht am: 22.03.2015