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JEF Ruhrgebiet

News

Hier findest du die gesamten News der JEF Bochum/Dortmund. Von der Gründung als JEF Ruhrgebiet bis heute sind hier alle Berichte zu unseren Veranstaltungen, Projekten und Events zusammenfasst: Länderabende, Podiumsdiskussionen, Straßenaktionen, Planspiele und vieles mehr. Kurz: hier findest du alle News mit und von der JEF Bochum/Dortmund.

Irland - Die grüne Insel

Länderabend

Irland - Die grüne Insel

(20.10.2015) Die „Irlandwoche“ der JEF Ruhrgebiet durfte Timothy O`Donovan Johnstone mit seinem Länderbericht über Irland einläuten. Er räumte auf mit manchem Klischee auf, konnte manch positive Eigenschaften der Iren jedoch bestätigen. So führte er durch den Abend, bei dem Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft und Mythen spannend beleuchtet wurden. Ein gelungener Auftakt.

Irland - Ein Land zwischen Klischees, Mythos, Tradition und neuen Herausforderungen.

Den Beginn der „Irland Woche“ der JEF Ruhrgebiet machte Timothy O`Donovan Johnstone mit seinem Länderbericht über Irland. Timothy, selbst halb Ire, führte eindrucksvoll durch die verschiedenen Facetten Irlands, das weit mehr zu bieten hat, als gängige Klischees behaupten. So räumte er teilweise einige Vorurteile, wie das alle Iren rote Haare haben ins Land der Fantasien, doch Andere, wie die Nähe zu Guinness und Irish-Whisky gehören zweifelsohne zur Lebenskultur Irlands. Weitere Merkmale der Iren sind ihre starke religiöse Bindung (86% röm. Kath., 3% angelsächsisch, 0.8% Islam), die jedoch in der Jungend nicht mehr so stark ausgeprägt ist und ihre Gastfreundschaft.

Zum Thema Regen auf der grünen Insel bleibt festzuhalten: „Der Ire redet selten über das Wetter!“

Irlands Geschichte: Blutig und hoffnungsvoll.

Die Geschichte Irlands ist stark geprägt von Eroberungen, Fremdherrschaft und dem unermüdlichen Freiheitskamp der Iren. Nach der ersten Besiedlung 10.000 v.Chr. und der Christianisierung durch St. Patrick (Nationalfeiertag: St. Patricks-Day am 17.März)  500 n.Chr. wurde Irland schon 1171 englische Lordschaft und 1571 ließ sich König Heinrich VIII. zum König von Irland ausrufen. 1796 folgte die Auflösung des irischen Parlaments. Damit wurde es endgültig Teil des englischen Königreichs bis der Unabhängigkeitskampf (1919-1921) in der Gründung des irischen Freistaates am 6.Dezember 1921 mündete.

Irland und die EU: Vor „Armenhaus“ zum „Celtic-Tiger“

Als „Armenhaus“ Europas trat Irland 1973 der EG bei. Eine hohe Abwanderungsrate charakterisierte Irland zu jener Zeit. Doch im Laufe der Zeit stiegen die Exporte. Bedingt durch eine niedrige Unternehmensteuer richteten große Technologiekonzerne ihren Europasitz in Irland ein. Hinzu kam eine nachhaltige Investition der europäischen Fördergelder in Infrastruktur und Bildung. All das führt zu  steigendem Wachstum und Wohlstand. Das Bild des „Celtic-Tigers“ war geboren.

Das nahm jedoch durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ein jähes Ende. Die Bankenschieflage und der Einbruch des Immobilienmarktes führten das Land in eine Zeit der Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit. Als eines der ersten Staaten beantragte Irland Gelder aus dem EU Rettungsschirm. Eine harte Sparpolitik, Gehaltkürzungen im öffentlichen Dienst, Bankensanierung und die Tatsache, dass die Irische Wirtschaft sehr an den US-Mark gekoppelt ist, brachten Irland wieder auf Erfolgskurs, sodass bereits 2014 ein Wirtschaftswachstum von 4,8% verzeichnet werden konnte.

Insgesamt haben die Iren eine positive Haltung zur EU. Zwar sind sie durch und durch Stolz auf ihre Nation, doch bringt man die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs mit dem Eintritt in die EG in Zusammenhang, so Timothy. 

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Text von: Anandh Arackal
Foto/Bild von: JEF NRW
Veröffentlicht am: 20.10.2015