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JEF Ruhrgebiet

News

Hier findest du die alle Neuigkeiten des Landesverbands und das wichtigste aus den Kreisverbänden. Dazu gehören Berichte über Veranstaltungen und unsere Projekte sowie Pressemitteilungen seit 2006.

Breaking Borders

CROSSBORDER

Breaking Borders

(08.11.2013) Am 8.11.2013 begann unter dem Titel "Breaking Borders - Nationalism and populism as a dangerous path for Europe?"das zweite Cross-Border-Seminar der Jungen Europäischen Föderalisten - diesmal im schönen Lille in Nordfrankreich. Diese Seminare haben den Zweck, die Zusammenarbeit grenzüberschreitender Verbände zu intensivieren und werden durch das Cross-Border-Network organisiert.

Mit dabei waren vor allem JEFer*innen aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Wir von der JEF NRW waren mit neun Teilnehmern vertreten, davon ganze sieben aus Münster. Zudem waren wir mit 2 Mitgliedern an der Organisation beteiligt. Schon bei der eigenen Anreise mit dem Bus wurden spannende europäische Erlebnisse gemacht, denn der französische Straßenverkehr erwies sich als ein kultureller Schock. Nachdem wir trotzdem gut angekommen waren, ging es nach einem Zwischenstop in der Unterkunft (sehr zentral und typisch französisch!) direkt weiter zum Faluche-Essen in ein typischer Liller Restaurant, um das Seminar gemütlich zu starten. Anschließend zogen wir zu einem netten Umtrunk in einen Irish Pub weiter.

Inhaltlich startete das Seminar am Samstagmorgen mit einem Vortrag von Professor van Hecke über die wissenschaftliche Sicht zum Populismus. Er beschrieb dabei besonders das Aufkommen nationalistischer Parteien, gab detaillierte Auskunft über Konzepte zum Populismus und über Strategien, die häufig von Populisten angewendet werden. Unser neues Wissen konnten wir direkt im ersten Workshop „Fight the Cliché“ anwenden, indem wir in Kleingruppen typische Argumente von Europaskeptikern nachvollzogen und Gegenargumentationen verfasst haben. Hierbei haben wir besonders gelernt, wie wir mir europakritischen Bürgern im Hinblick auf die Wahl kommunizieren können.

Nach dem Mittagessen haben wir uns mit den verschiedenen nationalistischen und populistischen Parteien in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland auseinandergesetzt. Dabei ging es in erster Linie darum, ihr Programm näher zu beleuchten, Schwachstellen aufzudecken und sich mit ihren Strategien auseinanderzusetzen. So konnten Vergleiche zwischen den Parteien gezogen werden und Lehren für den Umgang mit gerade entstehenden Parteien wie der AfD gefunden werden. Anschließend ging es lockerer und mit guter Stimmung zu Straßenaktion, die die JEF Lille vorbereitet hatte. Der inhaltliche Abschluss des Samstages bildetet eine Fishbowl-Debatte. Mit Pauline, Vorsitzender der JEF Europe, und Martin, dem Vorsitzenden der Liller Jugendorganisation der Sozialistischen Partei, diskutierten wir lebhaft und engagiert über eine Europäisierung der Parteien, eine Schaffung einer Allianz von Europabefürwortern und neue Strategien, um Populismus entgegenzutreten.

Nach einer kurzen Ruhepause ging es ins Café Morel (hier wurde auch „Willkommen bei den Scht’is“ gedreht!), um „carbonade flamande“, ein typisch nordfranzösisches Gericht, zu verspeisen. Wie immer voller Tatendrang endete der Abend mit einer JEF-Party in „La Boucherie“.

Am Sonntag startete das Seminar recht früh- doch die typische JEF-Zuverlässigkeit sorgte dafür, dass alle pünktlich um halb zehn bereit waren – egal wie die vorherige Nacht war. Mit dem Bus fuhren wir nach Belgien, wo ein weiterer Workshop auf uns wartete. Am Grenzübergang überraschte uns eine von Theaterschauspielern sehr glaubhaft inszenierte Grenzkontrolle der Polizei, inklusive fiktivem Drogendealer und Festnahme. Eine wirklich gelungene Aktion, um auf weggefallene Grenzen innerhalb der EU hinzuweisen, die zudem für ordentlichen Spaß sorgte! Im Workshop diskutierten wir dann in einem World-Café mit Praktikern. Beispielsweise mit einer Vertreterin einer Organisation, die Berufspendler zwischen Nordfrankreich und Belgien betreut und ihnen bei der Integration in einen fremden Arbeitsmarkt hilft. Sie berichtete aus der täglichen Arbeit und wie sie mit Clichés und Schwierigkeiten bei Cross-Border-Relations umgeht.

Zurück in Lille erkundigten einige von uns den bekannten Marché de Wazemmes, sowie andere schöne Ecken von Lille. Kulinarisch ging es noch einmal hoch her, als die original belgischen Frites sowie Frikandeln direkt aus dem Imbisswaren verspeist wurden. Auf unserem Rückweg konnte uns der französische Verkehr nicht mehr erschrecken.

Wir hatten ein wunderbares Wochenende, welches vor allem aufgrund der vielen interessanten Begegnungen und neuer inhaltlicher Impulse ein großer Erfolg war. Wir konnten die Beziehungen zu den JEFer*innen aus anderen Ländern weiter ausbauen und freuen uns schon auf das nächste Cross-Border-Seminar!

Text von: Henrike Sommer
Foto/Bild von: JEF NRW
Veröffentlicht am: 08.11.2013