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JEF Ruhrgebiet

News

Hier findest du die alle Neuigkeiten des Landesverbands und das wichtigste aus den Kreisverbänden. Dazu gehören Berichte über Veranstaltungen und unsere Projekte sowie Pressemitteilungen seit 2006.

Europa im digitalen Zeitalter

"Junges Netzwerk für Europa"

Europa im digitalen Zeitalter

(27.06.2016) Vom 17.-18. Juni 2016 fand das gemeinsame Netzwerktreffen „Junges Netzwerk für Europa“ der Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen (JEF NRW), der Staatskanzlei des Landes NRW und der Vertretung der Europäischen Kommission in Düsseldorf statt.

Vom 17.-18. Juni 2016 fand das gemeinsame Netzwerktreffen „Junges Netzwerk für Europa“der Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen (JEF NRW), der Staatskanzlei des Landes NRW und der Vertretung der Europäischen Kommission in Düsseldorf statt.

Ziel des halbjährlich stattfindenden Treffens ist die Vernetzung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der europapolitischen Jugendbildung. Dazu diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus europapolitisch interessierten Jugendorganisationen und Jugendparteien um das Thema „Europa im digitalen Zeitalter“.

Begrüßungsworte der Staatskanzlei NRW und der Vertretung der Europäischen Kommission

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Jürgen Hein, Abteilungsleiter für Europa, internationale Angelegenheiten und Medien der Staatskanzlei des Landes NRW. Er stellte die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt dar. So sei es entscheidend für die Zukunft, dass die physische in die digitale Welt verlängert werde. Lob gab es für den europäischen Geist der Teilnehmer: „Wenn Sie Ihr europäisches Interesse mit einem digitalen Erfindergeist verbinden, mache ich mir über die digitale Zukunft Europas keine Sorgen.“

Frau Ahokas von der Europäischen Kommission sprach in ihrer Begrüßung unter Bezugnahme auf Kommissar Oettingers Zitat „lieber Schlaglöcher als Funklöcher“ ebenfalls über die Herausforderungen, an denen Europa arbeiten muss.

Ein weit gefächertes Feld an teilnehmenden Organisationen

Die Teilnehmer des Netzwerktreffens kamen aus unterschiedlichsten Organisationen. Viele davon wurden vor Ort vorgestellt:

Neben Projekten der JEF NRW, wie der Kosovofahrt und dem Weimarer Dreieck, stellte sich der Deutsch-Französische Jugendausschuss vor, welcher ein Netzwerk für junge Menschen bilden möchte, die sich für deutsch-französische Beziehungen interessieren. Die Humanitas Foundation setzt sich für Menschenrechte weltweit ein, während Freifunk Münster an frei zugänglicher Kommunikation in digitalen Datennetzen arbeitet. Visionen für Europa organisiert neben politischen Reisen ins europäische Ausland ähnliche Veranstaltungen wie die JEF, während sich BETA e.V. auf europaweite Simulationen und Planspiele des Europäischen Parlaments konzentriert. Auch die Young European Professionals (YEP), ein Netzwerk für Organisationen,und das Generalkonsulat der Niederlande informierten über ihre Arbeit. Zudem wurde über die Herausforderungen der Integration von Flüchtlingskindern an Kölner Gymnasien in Vorbereitungsklassen berichtet sowie den neu gegründeten Arbeitskreises Europa der Jungen Union Düsseldorf.

Tag 2: Diskussionen zur Digitalisierung und SimEP

Am Tag 2 des Netzwerktreffens hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit sich in 5 verschiedenen „World Cafés“ näher mit dem Thema Digitalisierung auseinander zu setzen.

Herr Gupta vom Rednerservice Team Europe führte in die Thematik ein. Als 5 wichtigste Herausforderungen nannte er den Netzwerkausbau und die Infrastruktur, die Stärkung der digitalen Kompetenz, den Datenschutz und die Cybersicherheit, die Schaffung eines digitalen Binnenmarktes sowie den Ausbau von öffentlichen digitalen Dienstleistungen.

In den darauffolgenden World Cafés wurde angeregt diskutiert.  Wie könnte eine Internet Governance aussehen? Wie ist auf so genannte Hate Speeches zu reagieren? Welche Auswirkungen wird die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt haben? Wie vertrauenswürdig sind Blogs und was zeichnet einen guten Blog aus?  In der auch immer mehr transnational vernetzen Welt haben besonders junge Menschen ein Interesse daran, ausländische Medien und Angebote abzurufen. Bis es so weit ist, müsste sich jedoch erst das europäische Urheberrecht weiterentwickeln. In punkto Menschenrechte birgt das weltweite Netz Vor- und Nachteile. Einerseits finden politisch verfolgte Blogger aus autoritären Staaten sehr leicht die Unterstützung der Weltöffentlichkeit, andererseits sind Persönlichkeitsrechte im Internet noch nicht ausreichend geschützt. Die Mindmaps, die im Laufe des Vormittags entstanden, hielten die Arbeitsergebnisse der Cafés fest.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Referenten René Schneider MdL, Mike Karst von Amnesty International, Ratsmitglied David Krystof, Milon Gupta von Team Europe und Robert Sedlak von tippingpoints.

Gemeinsame SimEP der Teilnehmer

Am Nachmittag versuchten die jungen EuropäerInnen sich selbst an einem europäischen Richtlinienentwurf. Simulationen des Europäischen Parlaments (SimEP) werden von der JEF regelmäßig für Schüler angeboten, geeignet ist dieses Format aber für jede Altersklasse. Die verschiedenen Fraktionen arbeiteten unter Hochdruck daran, Änderungsanträge zu formulieren und diese fristgerecht einzureichen. Während der konspirativen Fraktionssitzungen vor dem Kuchenbuffet und auch während den hitzigen Koalitionsgesprächen, konnten die Teilnehmer die Funktionsweise des europäischen Parlaments erproben. Zu einem besonderen Streitpunkt entwickelte sich die Vorratsdatenspeicherung und ein Abkommen mit den USA über den Zugriff auf Daten von EU Bürgern. Wo sollten die Server stehen? Unter welchen Bedingungen erhält wer Zugriff? In welchem Ausmaß darf die Wirtschaft die neuen Möglichkeiten, die Big Data ihr eröffnen, nutzen? Fragen über Fragen, in denen sich die Parlamentarier nicht gänzlich einig wurden. Es ist wahrscheinlich dem auch in der Realität höchst kontroversem Thema zu verschulden, dass für die Endfassung der Richtlinie keine Mehrheit zustande kam. Ein wahrer Beweis für die Authentizität des Planspiels!

Übereinstimmend erkannten alle Teilnehmenden an diesem Tag jedoch den Mehrwert und die unbedingte Notwendigkeit einer europäischen Netzpolitik an. Neu beflügelt von der europäischen Idee und inspiriert vom Engagement der jeweils anderen Organisationen wurde das Netzwerktreffen von allen Teilnehmenden wieder als großer Erfolg gewertet. Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren des Netzwerktreffens, der Staatskanzlei des Landes NRW, der Vertretung der Europäischen Kommission und der JEF NRW.

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Text von: Martin Mödder / Sophia Krügel
Foto/Bild von: JEF NRW
Veröffentlicht am: 27.06.2016