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JEF Ruhrgebiet

News

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Europäisches Parlament in Essen

Simep

Europäisches Parlament in Essen

(03.11.2016) Am 03.11.2016 veranstalteten die JEF Ruhrgebiet eine Simulation des Europäischen Parlaments (SimEP) unter Beteiligung von fünf Essener Europaschulen im Rathaus Essen.

Für einen Tag durften die Schülerinnen und Schüler Parlamentarier des Europäischen Parlaments sein und über eine Verordnung zum Verbraucherschutz beraten, sich Mehrheiten sichern und darüber abstimmen.

 

Nachdem um 08:30 Uhr alle 48 Schülerinnen und Schüler eingetroffen waren, begrüßte der 1. Bürgermeister der Stadt, Rudolf Jelinek, die Anwesenden. Er betonte in seiner Willkommensrede die Wichtigkeit politischen Interesses und wünschte den Parlamentariern viel Erfolg bei ihrer heutigen Aufgabe.

 

Begrüßung durch Rudolf Jelinek, 1. Bürgermeister der Stadt Essen

 

Nach einer kurzen Einführung in den Tagesablauf und einem Fototermin im Ratssaal begannen die ersten Beratungen der Fraktionen. Schnell wurde deutlich, dass es viel Diskussionsbedarf zwischen den Fraktionen geben würde. Nicht nur über die Einführung einer Lebensmittelampel, die Gefahrstoffe in Lebensmitteln kennzeichnet, herrschte zwischen den Fraktionen Uneinigkeit. Auch die Frage eines europäischen Pfandsystems fand nicht in jeder Fraktion Zustimmung.

 

Nach einer kurzen Pause um 10:30 Uhr wurden die fraktionsinternen Beratungen fortgeführt.

Jetzt hatten die Parlamentarier die Möglichkeit, eine/n Fraktionsvorsitzende/n zu wählen, die/der in der Parlamentssitzung die Einführungsrede für die jeweilige Fraktion halten würde. Nachdem sich Mehrheiten für die Fraktionsvorsitzenden gebildet hatten, konnten die Besprechungen weitergehen - immer mit dem Ziel im Blick, später daraus Änderungsanträge für die dem Parlament vorgelegte Verordnung zum Verbraucherschutz zu formulieren.

Nachdem die gröbsten Uneinigkeiten innerhalb der Fraktionen ausgeräumt waren und ein gemeinsamer Standpunkt gefunden war, ging es um 12:00 Uhr in die wohlverdiente Mittagspause in der Kantine des Essener Rathauses.

 

Lebensmittelampel, gentechnisch veränderte Organismen, Pfandsystem

 

Um 13:00 fanden sich die Fraktionen dann ein letztes Mal zusammen, um nun auch mit anderen Fraktionen ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Standpunkte zu erörtern.

Da es keine Koalitionsbindung gab, kam es zu einem regen Austausch aller Gruppierungen.

Erste Mehrheiten und identische Interessen sorgten dafür, dass sich die Fraktionen gegenseitig unterstützten, indem sie die Änderungsanträge zur Verordnung, welche jeder Fraktion nur begrenzt zur Verfügung stehen, nicht doppelt, sondern in Absprache miteinander stellten. Nachdem die fertiggestellten Änderungsanträge dem Präsidium eingegangen und in das „Ratssystem“ eingepflegt waren, konnte die Plenarsitzung beginnen.

 

Der (tatsächliche) Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Jens Geier, ließ es sich nicht nehmen, zu Beginn der Debatte den Parlamentariern für einen Tag für ihre erfolgreiche Arbeit in den Fraktionen zu danken und ihnen für die nun anstehende Debatte im Parlament Ausdauer, Durchsetzungsvermögen und Glück zu wünschen. Nach einem kurzen Bericht aus dem Europäischen Parlament sollte es dann für die Schülerinnen und Schüler ernst werden.

 

In den zwei Plenarsitzungen stellten zunächst die Fraktionsvorsitzenden ihre Grundsätze zu der heute eingereichten Verordnung vor. In leidenschaftlichen Reden wurde Parlamentsatmosphäre spürbar.

Im Anschluss daran wurden die einzelnen Änderungsanträge diskutiert und abgestimmt.

Es gab Verlierer und Gewinner, aber alle waren sich einig: Es war ein toller Tag.

 

SimEP-Film

 

Das Europabüro Essen hat übrigens den Tag von einem Kamerateam begleiten lassen! Das Ergebnis findet ihr unter: https://www.youtube.com/watch?v=784KYnSFHhQ&list=PLeN6-he8nmXLYzACIirGJquxzah3r2Qsg&index=1

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Text von: Philipp Rosenau
Foto/Bild von: York Radszuhn und Elke Brochhagen
Veröffentlicht am: 01.12.2016